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Schnuppertag an der ADS

Der alljährliche Schnuppertag für die zukünftigen Oberstufenschülerinnen und -schüler ist seit einigen Jahren fester Bestandteil unserer turnusmäßigen Schulveranstaltungen.

Wie in jedem Jahr nahmen nahezu alle Zehntklässler der Gymnasialzweige unserer Verbundschulen aus Dieburg, Groß-Zimmern und Münster teil, ebenso Real- bzw. Mittelstufenschülerinnen und -schüler, die nach erfolgreichem Realschulabschluss die Oberstufe besuchen und ihr Abitur machen möchten.

Wie in jedem Jahr wehte an diesem Tag, dem 13. November, ein anderer Wind durch die Hallen der ADS: Während nach der alljährlichen Eingewöhnungszeit der neuen Elfer, der „E-Phasen“-Schüler, Schulklima und Ambiente schon beinahe universitär anmuten, wimmelt es am Schnuppertag von vielen zusätzlichen und eben auch jüngeren Menschen, und der Geräuschpegel ist ein deutlich anderer, trotz noch vorhandener ‚Ehrfurcht‘ vor den höheren Weihen der zukünftigen Schule. Die Vorfreude und der Stolz, bald dazuzugehören, sind durchaus bemerkbar.

 

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Nachfolgend die Wahrnehmungen und Eindrücke einer beteiligten Zehntklässlerin aus Münster:

„Schon bei der Begrüßung seitens der Schulleiterin ist mir klar geworden, wie viele unterschiedliche Schüler es gibt, die womöglich ab dem nächsten Jahr meine Mitschüler und / oder Klassenkameraden sein werden.

Die Führung durch die Schule wurde von Freiwilligen, vermutlich E-Phasen-Schülern, durchgeführt. Mein erster Eindruck war: ‚Die Schüler dort sind alle viel größer und älter als wir aus der 10. Klasse.‘ Doch dies ist sicher ein vorübergehendes Gefühl, denn nächstes Jahr wird es uns umgekehrt ergehen. Auch die Schule hatte ich mir recht groß vorgestellt, jedoch ist sie von innen kleiner als gedacht.

Der Unterricht war eigentlich genau wie jeder Unterricht.

In Mathe hatten wir Aufgaben, die wir schon gehabt haben, aber auch welche, die wir erst nächstes Jahr bekommen werden. Es ist gut zu wissen, was uns nächstes Jahr so erwarten wird.

Unser Latein-Unterricht fand in einer kleinen, gemütlichen Runde statt:

 

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Aber auch hier waren wir schon fleißig beim Übersetzen und uns wurde vieles gesagt, was wir in den kommenden Jahren an Unterrichtsstoff zu bezwingen haben werden.

In Biologie und Physik war es ebenso gemütlich, da sich nicht allzu viele diese Fächer anschauen wollten. In Biologie wurde uns viel über die Unterschiede zwischen Grundkurs und Leistungskurs erzählt und was dort noch alles auf uns zukommen wird. Im Gegenzug dazu haben wir in Physik Experimente mit uns schon vertrautem Stoff gemacht. Am Ende sollten wir sogar unsere Ergebnisse präsentieren.

Einerseits war es wirklich interessant zu erfahren, wie es in Zukunft womöglich auf der Oberstufe aussehen wird. Andererseits gibt es dort viele Unterschiede, mit denen man zuerst zurechtkommen muss, wie zum Beispiel, dass auf der ADS gar kein Gong nach den jeweiligen Stunden, nach der Pause oder zum Schulende ertönt. Meine Lehrer würden vermutlich sagen: ‚Es hat noch nicht geklingelt. Wir machen jetzt noch Unterricht.‘ Dies würden sie vielleicht wirklich tun, bis unsere Eltern in der Schule anrufen und sich Sorgen machen, weil wir noch gar nicht zu Hause sind.“

 

Nun, die Sache mit dem Gong war vor über zehn Jahren auch an der ADS strittig, und der gonglose Schulalltag hat sich damals aus einem Zufall ergeben: Technische Umrüstungen erzwangen das zeitweise Abstellen des Gongs, und auf einmal erhoben sich zahlreiche Stimmen, die dafür plädierten, diesen Zustand beizubehalten. Nachdem es sich als technisch nicht möglich erwies, dessen Einsatz auf ein allgemeinverträgliches Maß zu reduzieren, wurde die Idee, ganz auf den Gong zu verzichten, schließlich im Kollegium mehrheitsfähig.

Heute vermisst nach Eingewöhnung niemand mehr den Gong, dafür hängen in allen Kursräumen Uhren, sodass es nicht zu einem unfreiwilligen ‚Unterrichtsmarathon‘ kommen kann.

Dass sich unsere Schülerinnen und Schüler an der gonglosen ADS wohlfühlen, zeigt auch das große und freiwillige Engagement in allen Bereichen des Schullebens:

 

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Die ADS freut sich auf ihre neuen Mitglieder, die dafür sorgen werden, dass auch an unserer Schule der Wandel Bestand hat.

 

14. November 2018 Angelika Schneider