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SO WAR´S IN IGUALADA…

Obwohl das Wetter trüber war als gedacht, als das Flugzeug in Barcelona zur Landung ansetzte, war unser Aufenthalt dort voll von Sonnenschein und gut gelaunten Menschen.

Wir fuhren mit dem Bus zu der Schule, in der unsere Austauschschüler schon gespannt auf uns warteten, und auch im Bus wuchs die Anspannung stetig. Das erste Treffen war sehr aufregend, aber zum Glück fiel der Adrenalinspiegel relativ schnell, sodass wir uns in erste Gespräche vertiefen konnten.

Igualada, das etwa eine Stunde westlich von Barcelona liegt, ist eine großflächige Stadt mit circa 40.000 Einwohnern, die eine gut besuchte Hauptstraße und einige kleine Läden sowie eine süße Altstadt hat, trotzdem aber sehr ruhig ist, wie mir sofort aufgefallen ist. Zunächst gingen wir in die Gastfamilien, wo alle meine Mitbewohner schon auf mich warteten und sich mir vorstellten, mir das Haus zeigten und mindestens 20 mal sagten, dass ich mich wie zuhause fühlen könne.

Da ich Spanisch in der Schule habe, konnte ich mich zwar mit der gesamten Familie verständigen, jedoch war dies besonders am Anfang weitaus schwieriger als anfänglich erwartet.

Vor allem weil alle um mich herum normalerweise katalanisch sprachen, fiel es mir etwas schwer, in die spanische Sprache richtig hineinzukommen. Nach einigen Tagen hatte sich das aber komplett gelegt. Jeden Abend kamen alle Spanier mit ihren Twins zusammen und wir gingen essen oder saßen im Park, spielten Fußball oder hörten Musik. Es gab sehr viele gute Matches und auch außerhalb des jeweiligen Austauschpartners haben sich tolle neue Freundschaften gebildet, zwischen den deutschen und spanischen Schülern, aber auch uns von der ADS hat dieser Austausch sehr viel enger zusammenwachsen lassen.

Der Tag in Barcelona war auch total toll, leider hatten wir bei weitem nicht genug Zeit, aber ein Tag ist in einer so tollen und eindrucksvollen Stadt wie Barcelona auch kaum ausreichend. Wir waren lange zu Fuß unterwegs, […] die Tour war sehr interessant und der Guide überaus lieb, was die ganze Atmosphäre eher wie unter Freunden hat wirken lassen. Außerdem haben wir den Berg und das Kloster Montserrat besucht, den "magischen" Berg, wie er auch genannt wird. Wir sind mit dem Bus hochgefahren und dort angekommen waren wir alle sofort überwältigt von der krassen Schönheit des Berges. Nachdem wir das eindrucksvolle Klostergebäude besichtigt hatten, welches von vielen gläubigen Christen besucht wurde, sind wir ein bisschen den Berg hinunter- und danach auch wieder hinaufgewandert. Das war zwar auf Dauer sehr anstrengend, aber der atemberaubende Blick hat es mehr als lohnend gemacht. Es ging extrem tief hinunter und man hatte einen tollen Blick auf Catalonien, alles war grün und voller alter Statuen und einfach magisch.

Die Schule dort, Monalco, geht von der Krabbelstube bis zur Mittelstufe, was völlig anders ist, als wir es gewohnt sind. Die gesamte Schule ist somit viel bunter und die Schüler alle total aufgeregt, wenn sie zur Oberstufe zum ersten Mal an einen neuen Ort kommen.

Der Abschied fiel uns allen sehr schwer. Wir sind zum Schluss nochmal auf einen kleinen Hügel gelaufen, von dem aus man ganz Igualada überblicken kann, wo tausende von Fotos als Erinnerungen geschossen wurden. Danach ging es auch schon mit dem Bus in Richtung Flughafen, jedoch nicht ohne ordentliches Tränenvergießen. Wir vermissen alle unsere spanischen Freunde und können es kaum abwarten, ihnen Mitte Mai unser Zuhause zeigen zu können.

 

Lilli Giegerich (Stammgruppe 7)

 

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Alle zusammen = eine super Truppe!

 

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Die Schule von außen

 

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Die Schule von innen

 

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Ein Spaziergang durch Igualada - die Schere als Symbol für die Ledertradition der Stadt

 

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Führung durch Barcelona

 

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Kloster Montserrat

 

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Unsere Schüler auf der Homepage von Monalco - der Austauschschule